Kirsten Adelsberger

Kirsten Adelsberger wurde 1968 im Rheinland geboren. Aufgrund frühkindlicher andauernder Traumatisierung entwickelte sie eine dissoziative Identitätsstörung. Diese ist nicht wegzudenken von ihr und ihrem künstlerischen Werk, aber auch niemals alleinig beschreibend. Seit nunmehr fast 30 Jahren führt sie ein Leben in relativer Stabilität mit viel Unterstützung und einem guten Rahmen. Sie hat trotz allem Chemie studiert und in anorganischer Festkörperchemie promoviert. Zu dieser Zeit galt ihr Schwerpunkt dem Ordnen, Strukturieren und Durchdringen der Welt. Aber schon hier bewunderte sie die Schönheit und Eleganz der sich wiederholenden Strukturen und die klare und verdichtete Philosophie der Mathematik. Es entstanden so erste Gemälde mit sich wiederholender Ordnung. Zudem fing sie in dieser Zeit an, zu schreiben. Das Ergebnis waren schwerpunktmäßig kurze Essays über unterschiedliche Themen ihres Alltags.

 

Aus Interesse an der Verantwortung von Wissenschaft gegenüber einer immer stärkeren Globalisierung und Liberalisierung studierte sie nach der Geburt ihres Sohnes ab dem Jahr 2006 Umweltwissenschaften und schloss dies ab. Verhältnismäßig chaotisch begann sie danach noch Pädagogik und katholische Religion zu studieren, ohne diese Studien zu beenden. Eine Arbeit im klassischen Erwerbsleben war aufgrund der schweren psychischen Behinderung nur kurz möglich.

 

Seit einigen Jahren wendet sie sich schreibend der Gedichtform zu, die eine Möglichkeit ist, Worte konzentriert zu Bildern zu verweben. Parallel dazu hat sie auf der physischen Ebene das Weben als die „Kunst der Fäden“ für sich entdeckt. Sie hat einige alte Handwerksformen zur kunstvollen Verbindung von Fäden aufgenommen und teilweise weiter entwickelt. Derzeit beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mitverschiedenen japanischen Flechttechniken, die auf den sogenannten Marudai und Takadai hergestellt werden.

 

Seit 2008 lebt sie mit Mann und Sohn im Osten von München auf einem Dorf, da eine gewisse Ruhe und Schutz vor Reizüberflutung essentiell sind. Seit letztem Jahr April hat sie in einer kreativen, aber fordernden Zeit, drei Gedichtbände geschrieben. Ein neuer Band entsteht jeweils, wenn 40 Gedichte vorhanden sind. Veröffentlicht sind diese allerdings nur in einem ganz engen Kreis. Deswegen freut es sie, hier nun Schritt für Schritt, nach außen zu gehen.

News

TERMINE

Termine 2021

 

10.10.

Künstler:innen-Treffen im EineWeltHaus mit Anmeldung (vsl. mit Teilnehmer:innen-Begrenzung)

 

31.10.

Künstler:innen-Treffen via Zoom

 

7.11.

Künstler:innen-Treffen im EineWeltHaus mit Anmeldung (vsl. mit Teilnehmer:innen-Begrenzung)

 

28.11.

Künstler:innen-Treffen via Zoom

 

5.12.

Künstler:innen-Treffen im EineWeltHaus mit Anmeldung (vsl. mit Teilnehmer:innen-Begrenzung)

 

26.12.

Künstler:innen-Treffen via Zoom

 

 

 

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